Herbststimmen Reportage | rbb/mdr | 2019

Herbststimmen - Zwischen Resolution und Aufbruch

Ein Film von Sven Hecker

 

Im Umbruch-Herbst 1989 wird ein Teil der Rockmusiker und Liedermacher in der DDR zum Motor der Veränderungen im Land.

In einer eigenen Resolution fordern sie Reformen in der DDR und unterstützen die basisdemokratische Oppositionsgruppe „Neues Forum“. Die bezeichnen die Behörden allerdings bald als „staatsfeindliche Plattform“.

Doch trotz diverser Repressalien und Drohungen durch die Staatsmacht setzen viele Unterzeichner die gemeinsame Vereinbarung um:  Sie verlesen die Resolution bei Auftritten, nutzen so ihre Öffentlichkeit. Mit Konzerten wenden sie sich gegen die Gewalt von „Volkspolizei“ und Stasi.  Einige der Künstler gehören zu den Organisatoren bzw. Mitwirkenden der großen Demo am 4. November.

„Herbststimmen“ verfolgt, ausgehend von der „Rockerresolution“, die Balance-Akte im Herbst 89 am Beispiel dreier, ganz unterschiedlicher Künstler:

Toni Krahl („City“), André Herzberg („Pankow“) und Kai-Uwe Kohlschmidt („Sandow“).

Aus Interviews an authentischen Orten, Konzert-Ausschnitten und Archivmaterial entstehen Stimmungsbild und Soundtrack der letzten Monate im „Zwischenzeitland“ DDR. „Herbststimmen“ - Zwischen Resolution und Aufbruch, Entschlossenheit und Resignation, Aufbegehren und Zögern, Weggehen und Hierbleiben, Massenflucht und Mauerfall.